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Alt und Jung

walter

Wie alles begann
Im Jahr 2007 fing diese erfolgreiche Initiative klein und unscheinbar an, als eine Oma einen Besuch in unserer Schule machte. Sie fühlte sich einerseits an frühere Zeiten erinnert, staunte andererseits darüber, was eine heutige Schule ausmacht. Aus dieser zufälligen „Initialzündung“ hat sich eine intensive Zusammenarbeit zwischen unserer Schule und der älteren Generation aus Rimpar und Umgebung entwickelt.

Seniorennachmittag
Wir luden die Rimparer Senioren ein zu „Wieder einmal in die Schule gehen“. Dieses Angebot, etwas vom Schulleben an ihrem Ort zu erfahren, Schüler kennenzulernen oder mit Lehrkräften zu sprechen, wurde von der älteren Generation gern angenommen. Lehrer und Schüler sorgten bei Kaffee und Kuchen für eine nette Atmosphäre und die Senioren erhielten bei einem Rundgang und anhand von Präsentationen und Ausstellungen Einblicke in den Schulalltag.

PC-Kurse für Senioren
In Zusammenarbeit mit Peter Zier und Erich Vollmuth vom Seniorenrat in Rimpar fand bald ein Computerkurs für Senioren statt. Das Besondere daran: Schüler helfen den älteren Teilnehmern. Am Computer macht der Jugend nämlich kaum jemand etwas vor. Schüler lernen geduldig auf die Probleme der älteren Generation einzugehen. Ältere "Computerneulinge" nehmen diese Hilfen gerne an und kommen mit unseren Schülern ins Gespräch. Kursleiter Florian Viering hat mit Hilfe seiner jungen Assistenten inzwischen  12 Anfängerkurse im Computerraum der Schule durchgeführt. Dazu gab es noch mehrere Fortgeschrittenenkurse. Insgesamt haben schon über 200 Seniorinnen und Senioren in der Schule ihre ersten Schritte am PC gemacht.

Vielfältige Aktivitäten
Schnell wurde aus den bescheidenen Anfängen ein enger Kontakt mit vielfältigen Aktivitäten auf beiden Seiten. Die Senioren kommen in die Schule als Lesetrainer, fördern individuell in Mathe oder Deutsch. Sie setzen ihre Beziehungen ein, wenn die jungen Leute Praktikums- oder Lehrstellen suchen. Sie unterrichten Schülerinnen und Schüler ehrenamtlich beim Spielen auf der Gitarre, auf dem Tennisplatz oder bei einem Fußballtag. Manche Senioren beschreiben im Geschichtsunterricht ihr Leben. So hat z.B. Erich Vollmuth (Jahrgang 1938) in einer 9. Klasse von der Nachkriegszeit erzählt. Seine persönliche Familiengeschichte und die Schilderungen über die Armut, über Essensrationen, den Einsatz der Trümmerfrauen oder die Beschaffung von Kohle hat die Schülerinnen und Schüler ganz offensichtlich sehr berührt.


Mehr Verständnis füreinander
Dass die ältere Generation im Haus ein- und ausgeht, ist nichts Ungewöhnliches mehr. Durch die zahlreichen Begegnungen entwickelten die Jugendlichen Verständnis für die ältere Generation und die Senioren sehen auch die Jugendlichen mit neuen Augen.

Intensive Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat
In den letzten Jahren gehörten die Vertreter der Senioren immer zu den Teilnehmern bei schulischen Aktivitäten oder Veranstaltungen. Selbstverständlich waren sie auch bei den Lehrerausflügen oder gemeinsamen Essen in der Schulküche eingeladen. Natürlich ist der Seniorenrat auch einer der Partner bei der „Rimparer Ausbildungsplatzgarantie“. Demnächst dürfen die Schüler bei „Advent im Schloss“, einer Veranstaltung des Seniorenrats, Weihnachtsgedichte und –geschichten vortragen.

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